Probleme identifizieren, Lösungswege aufzeigen: Eltern stärken!

Initiative „Klartext reden“ klärt Eltern über die Gefahren des Alkoholkonsums von Jugendlichen auf

 

Düsseldorf-Süd, 2. Oktober 2018

Liebe Blog-Leserinnen und liebe Blog-Leser,

heute fand eine Pressekonferenz des „Arbeitskreises Alkohol und Verantwortung“ des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosenindustrie und Importeure e.V. (BSI) an der Gemeinschaftshauptschule Benrath statt, dessen Schirmherrschaft ich sehr gerne übernommen habe. Mit der Initiative „Klartext reden!“ möchte der BSI Eltern über einen präventiven Umgang mit Alkohol informieren und diese in ihrer Erziehungskompetenz unterstützen. Präventionsarbeit ist sehr wichtig. Die Eltern müssen gestärkt werden, Probleme identifiziert und Lösungswege angeboten werden.

Der Schulleiter der Hauptschule, Hans-Jürgen Gürke, an dessen Schule das Projekt durchgeführt wird, sieht die Probleme vor allem der heutigen Zeit geschuldet. Jugendliche müssten heutzutage viel früher viel mehr Verantwortung übernehmen und fühlen sich daher zu früh erwachsen. Ebenfalls läge in der Vielfalt und Präsenz des Alkoholangebots eine Gefahr. Diese möchte das BSI mit ihren seit 2005 insgesamt 267 durchgeführten Workshops, der Broschüre „Klartext reden!“ – Ein Gesprächsfaden für Eltern sowie dem Social-Media-Auftritt mit Online-Training für Eltern entgegenwirken. Die Initiativen beschäftigen sich vor allem mit der Einhaltung des Jugendschutzes, welches ein Spirituosenverbot für Kinder- und Jugendliche unter 18 Jahren sowie ein generelles Alkoholverbot für unter 16-Jährige vorsieht, um Alkoholkonsum in der Schwangerschaft, während der Medikamenteneinnahme und am Arbeitsplatz u.a.. Bei der Durchführung dieses Projektes haben sich zwei Düsseldorfer Schulen bereiterklärt, diese Workshops für Eltern durchzuführen. Es gibt bereits einige Anmeldungen. Für die Geschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick sind die Eltern die Schlüsselpersonen bei dieser Problematik. „Wenn es um Sozialisierung von Konsummustern in Bezug auf alkoholartige Getränke bei Kindern und Jugendlichen geht, haben Eltern einen entscheidenden Einfluss, denn sie nehmen eine zentrale Vorbildrolle ein“, so Wiesgen-Pick. Daher wolle man gezielt diese stärken und für die Regeln des Jugendschutzes kämpfen. Mit Erfolg! Laut einer durchgeführten Wirkungsanalyse im Jahre 2012 geht die Zahl der Alkoholkonsumenten von verbotenen Spirituosen unter Jugendlichen um knapp 40 Prozent zurück. Es ist wichtig und notwendig, dass es diese Unterstützung gibt. Die Initiative ist sehr gelungen und die Verantwortlichen leisten sehr gute Arbeit. Ich hoffe, dass dieses Projekt auch nachhaltig Erfolge aufweisen kann.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel

P.S.: Die nächsten Workshops finden am 10. und 11. Oktober an der Gemeinschaftshauptschule Benrath sowie an der Georg-Schulhoff Realschule statt.