Unterschriftenaktion für Polizeieinsätze bei Laternenumzügen zu St. Martin

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Offener Brief an NRW-Innenminister Ralf Jäger

vom 14. November 2014


Sehr geehrter Herr Minister,

die Berichterstattung in der Presse, dass die Polizei die Laternenumzüge zu St. Martin nicht mehr begleiten soll, hat viele Eltern aufgeschreckt. Kindergärten und Schulen sollten die notwendige Organisation der Begleitung selbst übernehmen und gewährleisten. Das Verfahren hätte auch aus haftungs- und versicherungsrechtlichen Gründen zu großer Unsicherheit geführt.

Als Vorsitzende der Frauen Union Düsseldorf setze ich mich auch dafür ein, dass die Laternenumzüge in der bisherigen Form und Tradition erhalten bleiben. Weil die Landesregierung die Anweisung schnell zurück genommen hat, wurden schon gesammelte Unterschriften gegen das Vorhaben entsorgt. Ich möchte Ihnen jedoch die von uns gesammelten 969 Unterschriften nicht vorenthalten. Wie groß der Protest ausgefallen wäre, wenn Sie diese Ankündigung nicht zurück genommen hätten, brauche ich nicht weiter auszuführen.
Politikerinnen und Politiker betonen bei allen Gelegenheiten, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist. Bei den St. Martins-Umzügen setzen sich sehr viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer ein, um unsere Tradition und unser kulturelles Erbe zu bewahren. Der Einsatz der Polizei unterstützt genau dieses Anliegen. Ein Abzug der Polizeikräfte würde das Brauchtum gefährden.

Eltern und Kinder brauchen Sicherheit. Wir wollen auch weiterhin die festliche Stimmung der Laternenumzüge zu St. Martin erleben und die Tradition bewahren. Die 969 Unterschriften aus Düsseldorf zeigen die Besorgnis der Betroffenen und die Hoffnung, dass die Landesregierung Einsicht zeigt und zukünftig an anderer Stelle zu geeigneteren Sparmaßnahmen greift.

Mit freundlichen Grüßen
Sylvia Pantel