‚Pille danach‘ nur auf Rezept

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Sylvia Pantel setzt sich dafür ein, dass die ‚Pille danach‘ auch weiterhin verschreibungspflichtig bleibt

 

Berlin, 24. Januar 2014

„Es muss sichergestellt bleiben, dass Frauen für ihre individuelle Situation nur die beste Indikation erhalten. Hier kann nur ein Arzt entscheiden und nicht ein Beipackzettel“, sagt die CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel.

In Deutschland ist die ‚Pille danach‘, wie alle anderen hormonellen Verhütungsmittel, richtigerweise verschreibungspflichtig. Nach Meinung von Sylvia Pantel gibt es keinen guten Grund, ein hochdosiertes Präparat der ‚Pille danach‘ mit dem Wirkstoff Levonorgestrel von der Verschreibungspflicht auszunehmen. Auch dieses Präparat sei mit ernsthaften Nebenwirkungen und Risiken wie beispielsweise Eileiterentzündungen, Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften oder Thrombose verbunden. Zudem gibt es seit Jahren auf dem Markt ein wirkungsvolleres Präparat mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat, für das die EU-Kommission auch weiterhin die Rezeptpflicht vorsieht. „Es darf nicht sein, dass Frauen sich in einer Notsituation nur deshalb für ein Präparat entscheiden, weil es rezeptfrei erhältlich ist. Eine medizinische Beratung über die verschiedenen Möglichkeiten und Nebenwirkungen zur Verhinderung ungewollter Schwangerschaften ist durch nichts Vergleichbares zu ersetzen“, so Pantel weiter.

Dass die Freigabe in fast alle anderen EU-Mitgliedstaaten erfolgt ist, stellt aus Sicht von Sylvia Pantel keinen Grund dar, auch in Deutschland das Präparat künftig ohne Rezept zu vertreiben. „Kein anderes Land in Europa kennt einen ärztlichen Notdienst wie in Deutschland. Qualität und Aufklärung muss an erster Stelle stehen. Daher soll es auch in Zukunft bei der Rezeptpflicht für die ‚Pille danach‘ bleiben“, sagt Sylvia Pantel.