Heilmittelerbringer müssen die Öffentlichkeit auf ihre Probleme aufmerksam machen

Print Friendly, PDF & Email

Auf Einladung der Frauen Union Düsseldorf wurde mit Dr. Roy Kühne über die Zukunft der Branche diskutiert

Düsseldorf, 10. Februar 2016

Die Krux der Branche äußert sich schon rein sprachlich: „Wir haben noch nicht einmal einen Namen für die Berufsgruppe gefunden“, bemerkte Dr. Roy Kühne gleich zu Beginn seines Vortrages. Der Gesundheitsexperte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sprach auf Einladung der Frauen Union Düsseldorf zum Thema „Zukunft der Heilmittelerbringer – Für eine bessere Bezahlung von Physiotherapeuten, Logopäden, Fußpflegern und Co.“ – und stieß dabei auf große Resonanz.

FUDuesseldorf3Die „Berufsgruppe“ der Heilmittelerbringer besteht aus Logopäden, Podologen, Physio- und Ergotherapeuten. Vertreter aus ihren Reihen aus ganz Nordrhein-Westfalen sowie Vertreter ihrer Landes- und Bundesverbände bildeten einen Großteil der rund 70 interessierten Besucher am Aschermittwoch in der Zentrale der Deutschen Apotheker- und Ärztebank in Düsseldorf-Oberkassel.

Die Alltagsprobleme der Therapeuten bestehen etwa in hohen Kosten für die eigene Berufsausbildung, einer komplizierten Leistungsvergütung und einer starken Abhängigkeit von ärztlichen Verordnungen.

Dr. Kühnes Kernidee, Heilmittelerbringer direkter und verantwortungsvoller in die Versorgung einzubinden, fand breite Zustimmung. Mit Blick darauf sagte Gastgeberin Sylvia Pantel, die Vorsitzende der Frauen Union Düsseldorf: „Mit Dr. Kühne haben sie einen Mitstreiter, der sich auskennt.“

Ihr Appell in Richtung Verbände lautete: „Sie müssen schauen, dass sie wahrgenommen werden und für ihre Probleme sensibilisieren.“ Dafür, da waren sich Pantel und Kühne einig, müssten die verschiedenen Verbände enger kooperieren und mit einer Stimme auftreten.

Grundsätzlich sollten die Heilmittelerbringer ihre Patienten und die Medien besser über ihre Arbeit informieren, sich weiter organisieren und zusammenfinden, und die Politik auf allen Ebenen mit ihren Problemen penetrieren.

KühnePantel

Sylvia Pantel dazu: Wenn Sie politische Anliegen haben, dürfen Sie nicht darauf warten, dass die Politik sich an Sie wendet.“ Sie empfahl: „Sprechen Sie mit Ihren Abgeordneten, und erklären Sie Ihnen die Sorgen und Nöte Ihres Berufsstandes – klar, konkret und persönlich. So können wir Abgeordnete Ihnen am besten helfen.“ Pantel versprach: „Die Frauen Union wird sie unterstützen“.

Unterstützung signalisierte auch Dr. Heimo Strauß, der Vorsitzende der Senioren Union Düsseldorf-Süd, der bezüglich der Öffentlichkeitsarbeit betonte: „Es muss eine Nachhaltigkeit erzeugt werden von der Lokal- bis zur Bundesebene.“ Dafür sah er in der Veranstaltung selbst bereits eine wesentlich Voraussetzung erfüllt: „Das Wichtigste ist, dass sie alle hier sind, um etwas zu verändern.“

Tatsächlich bündelte die Veranstaltung den Kampf um Verbesserungen für die Arbeitssituation von Heilmittelerbringer, was besonders auch den CDU-Gesundheitsexperten Dr. Roy Kühne begeisterte, der in Richtung seiner Bundestagkollegin Sylvia Pantel sagte: „Ich freue mich, dass wir Hand in Hand arbeiten.“ Ein Prinzip, dass als Signal der Branche den Weg in eine bessere Zukunft weisen könnte.