Equal Pay Day

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Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern habe viele Ursachen.

Berlin, 20. März 2015

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Der 20. März 2015, der Tag des gleichen Lohnes, markiert den Tag, bis zu dem Frauen in Deutschland über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um das durchschnittliche Gehalt von Männern zu erreichen, das diese bereits am 31. Dezember 2014 verdient haben.
Für 2014 hat das Statistische Bundesamt für 18 Millionen Arbeitnehmerinnen einen durchschnittlichen Bruttostundenlohn von 15,83 Euro, für 21 Millionen Arbeitnehmer von 20,20 Euro errechnet. Frauen verdienen durchschnittlich 22 Prozent weniger als ihre Kollegen, der europäische Durchschnitt liegt bei 16 Prozent.

Die Lücke hat viele Ursachen, u.a. die Berufswahl, unterschiedliche Tätigkeiten und Hierarchiestufen oder familienbedingte Auszeiten. Frauentypische Arbeit, zum Beispiel in sozialen Bereichen wie Erziehung und Pflege, wird geringer bewertet und bezahlt als Arbeit in technischen Bereichen. Frauen arbeiten häufiger zu Niedriglöhnen als Männer, sie sind häufiger in Minijobs und in Teilzeit und leisten mehr unbezahlte Arbeit. Viele weibliche Beschäftigte werden deshalb vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren.

Es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen und Entscheider zu mobilisieren, diese Lücke zu schließen. Wir haben die Geschlechterquote beschlossen, damit mehr Frauen in Führungspositionen kommen, weil freiwillige Verpflichtungen keinen Erfolg gebracht haben.

Darüber hinaus müssen Mädchen und Frauen verstärkt motiviert werden, sich im Vorfeld über die vielen Berufe und Berufsmöglichkeiten zu informieren und auch technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu ergreifen. Und die Arbeit in der Pflege, Betreuung und frühkindlichen Bildung muss weiter aufgewertet und besser bezahlt werden.

Das Motto 2015 lautet: „Spiel mit offenen Karten – Was verdienen Frauen und Männer?“ Frauen müssen für gleiche und gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn wie Männer erhalten. Transparenz sorgt für Fairness!