Düsseldorf muss Grünflächen und Erholungsräume erhalten

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Stadt genehmigt immer mehr Baugebiete und Hochhäuser

Düsseldorf-Süd, 28. April 2017

Liebe Blog-Leserinnen und liebe Blog-Leser,

in der Arbeitsgruppe Kommunalpolitik ging es in dieser Woche um das Thema „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“. Um diese sowohl in der Stadt als auch auf dem Land, also in allen Teilräumen Deutschlands,vergleichbar sicherzustellen, wurde bereits Anfang der Legislaturperiode im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) eine eigene Abteilung ins Leben gerufen, die sich mit der Entwicklung ländlicher Räume befasst. Mit der Bundesinitiative „Ländliche Entwicklung“ (BULE) sollen die ländlichen Regionen in Deutschland noch stärker als bisher unterstützt werden. Nachdem in den letzten beiden Jahren jeweils 10 Mio. Euro für Projekte und Initiativen der örtlichen Infrastruktur und der Daseinsvorsorge zur Verfügung standen, wurden die Mittel nun auf insgesamt 55 Mio. Euro deutlich erhöht. Gerade unter Berücksichtigung der steigenden Lebenserwartung sind der Wegzug junger Leute wegen ihres Arbeitsplatzes, die fehlende digitale Infrastruktur und Nahversorgung nur einige der Probleme, die gelöst werden müssen. Der Vorteil, „im Grünen“ zu leben, muss wieder mehr ins Bewusstsein der Menschen gelangen. In Düsseldorf versucht die Politik gerade, den Weg zu gehen, jeden grünen Fleck bebauen zu wollen und immer mehr Hochhäuser zu genehmigen. Ich erwarte eine Stadtpolitik, die preiswerten Wohnungsbau für die Düsseldorfer im Blick hat, ohne unsere Stadt zuzubauen und Anreize für den Zuzug von außen zusetzen. Düsseldorf muss liebens- und lebenswert bleiben, dazu gehören Grünflächen und Erholungsräume. Auch muss die Voraussetzung, bei zusätzlichem Wohnungsbau, nämlich die erforderliche Infrastruktur vorhanden sein. Es freut mich daher sehr, dass meine Anregung, ein Gutachten in Auftrag zu geben, dass die Auswirkungen des verdichteten Lebens in Großstädten auf die Menschen und die Vorteile des Wohnens im ländlichen Raum untersucht, aufgenommen wurde.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel