Diabetes: Aufklärung über eine Volkskrankheit

Frauen Union Düsseldorf zu Gast im Westdeutschen Diabetes Zentrum

Düsseldorf, 12. Januar 2017 

Ein vermeintlich fachspezifisches Thema entpuppte sich am Donnerstagabend als eines, das so ziemlich jeden angeht: Beim Besuch der Frauen Union Düsseldorf im Westdeutschen Diabetes Zentrum wurden allgemein die Zusammenhänge von Lebenswandel, Ernährung und Gesundheit diskutiert. Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Prof. Dr. Stephan Martin unter der Überschrift „Lassen sich Volkserkrankungen durch eine Änderung des Lebensstils verhindern?“. Diese Frage wurde eindeutig mit „Ja“ beantwortet.

Das Westdeutsche Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) am Hohensandweg gehört zum Verbund katholischer Kliniken Düsseldorf (VKKD), und so ließ es sich deren Hauptgeschäftsführer Jürgen Braun nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen, die der Einladung der Frauen Union Düsseldorf gefolgt waren. Nach einem anschließenden Rundgang durch die modern ausgestatteten Räumlichkeiten des WDGZ, begann dann Professor Dr. Stephan Martin seinen Vortrag, der als Chefarzt für Diabetologie im VKKD und Direktor des WDGZ ein international gefragter Arzt und Forscher ist.

Die Diagnose „Diabetes mellitus“ bedeutet für den Betroffenen gemeinhin eine Insulintherapie – so zumindest im öffentlichen Bewusstsein. Dass jedoch dieser „Typ 2“, der circa 90 Prozent aller Diabeteserkrankungen ausmacht, auch viele Jahre nach Ausbruch wieder besiegt werden kann, veranschaulichte Professor Dr.Martin. Dafür sei jedoch häufig eine wesentliche Änderung des Lebensstils nötig.

Ein zentraler Faktor, der diese Krankheit begünstigt, sei Übergewicht, und das hänge eng zusammen mit der Art und Weise von Ernährung und Bewegung der Menschen in heutigen Gesellschaften. „Wir sitzen uns zu Tode“, so der Professor, der besonders mit einem Zahlenbeispiel sichtbar Eindruck beim Publikum hinterließ: Jedes Kilo Übergewicht muss ja, obwohl eigentlich unnötig, miternährt werden. Und die Summe des Übergewichtes der in Deutschland lebenden Menschen entspricht der zusätzlichen Ernährung von 3,8 Millionen Menschen (!).

Damit habe Übergewicht eben nicht nur gesundheitliche und soziale, sondern auch ökonomische Konsequenzen. Und eine zu diskutierende Kernfrage des Abends war auch ausgemacht: Was macht die Menschen dick? Prägnante Antwort des Professors: „Fett macht nicht fett“. Nachdem er ernährungsspezifische Zusammenhänge anschaulich erläutert hatte, lautete sein grobes Fazit: „Wenn man sich nicht bewegt, machen Kohlenhydrate dick.“

Die FU-Kreisvorsitzende Sylvia Pantel griff den Faden auf: „Diabetes ist eine Volkskrankheit, und da ist eine groß angelegte Aufklärungskampagne nötig, um bereits Schulkinder für dieses so wichtige Thema zu sensibilisieren.“ Die Bundestagsabgeordnete verwies in dem Zusammenhang auch auf die Notwendigkeit des Angebots kostenloser Trinkwasserspenders in Schulen, für das sie schon seit längerer Zeit einsetzt . (http://sylvia-pantel.de/sprudel-aus-der-leitung-statt-zuckerwasser/)

Weitere Vorschläge aus dem Kreis der beeindruckten Besucher lauteten „Mahlzeiten zu festen Ritualen zu machen“, „Qualitätsstandards für Caterer“ oder „Ernährungslehre in der Schule“. Als eine grundsätzliche Ursache für fehlende gesunde Ernährung rückte Pantel ein gesamtgesellschaftliches Problem in den Fokus: „Es fehlt insgesamt an Akzeptanz und Wertschätzung dafür, dass jemand zuhause kocht und das über gesundes Essen nachgedacht wird.“

Pantel verwies darauf, dass wichtige eigene Maßnahmen gegen Diabetes „unabhängig vom Portemonnaie möglich“ seien. Und das deckt sich mit einem der Leitsätze von Professor Martin, den wahrscheinlich jeder Besucher als Fazit mitgenommen hat: „Seine Gesundheit kann jeder selber verbessern, indem er sich bewegt und gesund ernährt.“

CDU braucht Berliner Kreis

Eine gute Streitkultur ist wichtig für die Demokratie. Auch innerhalb der Parteien sind Diskussionen über Sachfragen ein Zeichen von Stärke. Wenn wir wollen, dass die CDU konservativer wird, dann müssen wir uns engagieren. Die CDU braucht den Berliner Kreis.

Eine Kolumne von Sylvia Pantel bei nrw-direkt.net

Max Weber hat einmal gesagt, die Politik bedeute ein starkes und langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß. Dieses starke Bohren mit Leidenschaft ist ein Prozess für den man eine Orientierung braucht. Was wollen wir erreichen? Wie soll unser Land aussehen? Im Berliner Kreis in der Union, einem Zusammenschluss von CDU-Politikern auf Bundesebene, werden genau diese Fragen gestellt. In den vergangenen Wochen haben Bundestagsabgeordnete wie zum Beispiel Philipp Lengsfeld, Wolfgang Bosbach, Veronika Bellmann oder Mark Hauptmann und ich gemeinsam Positionen erarbeitet, um wieder konservative Antworten auf diese Fragen geben zu können.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne

Wann immer in der CDU – und das gilt eigentlich für alle Parteien – auf Anhieb keine Einigkeit in einer Sachfrage herrscht, wird dies in der Presse als Problem dargestellt. Dabei ist doch gerade in einer Volkspartei der Wettstreit um die richtige Haltung in einer Frage wichtig, um auch weiterhin für mehr als jeden dritten Wähler in Deutschland sprechen zu können.

Die CDU ist und bleibt eine konservative Partei

Der Berliner Kreis hat sich in drei Schwerpunktpapieren mit den Fragen „Innere Sicherheit“, „Familienpolitik“ und „Asyl und Integration“ beschäftigt. Ich will an dieser Stelle nicht alle Forderungen einzeln aufgreifen, aber doch auf die gemeinsame Linie aller drei Papiere hinweisen. Deutschland ist ein Rechtsstaat, in dem Regeln und Gesetze gelten. Wir alle brauchen diese Regeln und Gesetze, damit wir friedlich zusammenleben können. Politik hat die Aufgabe, diese Regeln zu schaffen und dafür zu sorgen, dass sie eingehalten werden. In der Familienpolitik heißt das, dass wir für die Menschen in unserem Land die Rahmenbedingungen schaffen, so dass sie ihr Leben so gestalten können, wie es für ihre Familien gut ist. Wir mischen uns nicht in das Erziehungsrecht der Eltern ein, sondern bieten Hilfe und Unterstützung, wo Mitbürger uns brauchen.

Der Berliner Kreis erarbeitet klare Positionen und Forderungen 

In den Bereichen Innenpolitik, Asyl und Migration ist unsere Haltung klar und eindeutig. Nur wo Sicherheit ist, können Menschen frei und friedlich leben. Ein Ausbau der Videoüberwachung ist für uns genauso zwingend wie eine personelle Aufstockung der Sicherheitsbehörden. Sichere Grenzen bedeuten nicht, dass wir uns vor der Welt abschotten, sondern dass wir wissen müssen, wer warum in unserem Land ist. Wer politisch verfolgt wird, der bekommt Asyl. Wer auf der Flucht vor Krieg ist, dem gewähren wir Schutz vor Bomben und Giftgas. Wo aber unsere Gastfreundschaft missbraucht wird oder Menschen unsere Sozialsysteme ausnutzen wollen, da fordern wir konsequentes Handeln. Asyltransitzonen sowie Hilfe vor Ort sollen dafür sorgen, dass gar nicht erst so viele Menschen in unser Land kommen. Wo Armut und Elend die Menschen plagen, sorgt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit für Hilfe zur Selbsthilfe. Wir denken langfristig. Was heute ein Entwicklungsland ist, kann in 25 Jahren ein starker wirtschaftlicher und strategischer Partner für Deutschland sein.

Wer in Deutschland bleiben darf, von dem erwarten wir Integration. Das heißt nicht nur, die deutsche Sprache zu erlernen, sondern auch sich unseren Werten anzupassen. Kinderehen und Zwangsbeschneidungen haben in Deutschland genauso wenig verloren wie Burka und Niqab.

Nur wer sich engagiert, kann etwas verändern

Häufig höre ich von CDU-Mitgliedern, die Partei sei ihnen zu sehr nach links gerutscht und das Konservative sei verloren gegangen. Auf meine Nachfrage, was man denn dagegen unternommen habe, bekomme ich oft Schulterzucken. Die CDU ist eine demokratische Partei und auf fast jedem Parteitag, egal ob auf Kreis- oder Bundesebene, erlebt man Überraschungen. Wer sich engagiert, kann auch den Kurs der Partei mitbestimmen. Wer nur daneben steht und meckert, hat keine Gestaltungsmöglichkeiten. Der Berliner Kreis und viele Zusammenschlüsse und Arbeitskreise von konservativen CDU-Mitgliedern bieten genau dafür die Möglichkeit.

CDU-Gesetz zur vertraulichen Geburt rettet Kinderleben

Immer mehr Frauen nutzen die Möglichkeit einer anonymen Geburt

Berlin, 5. Januar 2017

Für die meisten Frauen lösen die zwei farbigen Balken eines Schwangerschaftstests große Freude aus, denn für sie bedeutet eine Schwangerschaft pures Glück. Es sind die ersten Anzeichen der Schwangerschaft, der Gedanke, dass nun ein Kind im Mutterleib heranwächst und die ersten spürbaren Bewegungen des Ungeborenen die Gefühle der Zufriedenheit und Vorfreude hervorrufen.

Für manche Frauen jedoch ist die Nachricht einer Schwangerschaft mit Ängsten und Sorgen verbunden. Oft fühlen sie sich als werdende Mutter den bevorstehenden Herausforderungen und Aufgaben nicht gewachsen und manche trauen sich nicht über ihre Schwangerschaft zu sprechen. Wenn die Verzweiflung überhand gewinnt und keine unterstützende Hilfe auffindbar wäre würden eventuell einige Mütter keinen Ausweg sehen und ihre Kinder gleich nach der Geburt aussetzen oder sie alleine in der Wohnung zurück lassen.

Unter der Familienministerin Christina Schröder wurde das Gesetz zur vertraulichen Geburt verabschiedet, welches Frauen, die sich in einer Notlage befinden, die Möglichkeit bietet ihr Baby mit der Unterstützung von Ärzten und Hebammen in einem Krankenhaus zu gebären. Vor der Geburt des Kindes können Frauen Beratungsstellen aufsuchen, die sie an ein Krankenhaus vermitteln und eine anonyme Geburt ermöglichen. Mit diesem Vorgehen wird sowohl die Gesundheit des Kindes als auch der der Mutter besser geschützt. Das Neugeborene wird zur Adoption frei gegeben und hat so die Chance in einer Familie aufzuwachsen die Liebe und Geborgenheit bietet. Im Sozialamt wird der Name der Mutter vertraulich und unter Verschluss aufbewahrt und erst dann dem Kind übermittelt, wenn dies die Mutter wünscht. Diese muss sich bis zum 16. Lebensjahr des Kindes entscheiden ob es jemals erfahren soll, wer die wahrhaftige Mutter ist.

Das Gesetz der vertraulichen Geburt trat zum 01. Mai 2014 in Kraft. Seitdem haben immer mehr Mütter von dem Angebot Gebrauch gemacht. So waren es in dem Jahr in dem das Gesetz in Kraft trat 71 vertrauliche Geburten, die vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben registriert wurden. Im Folgejahr 92 Geburten und 2016 122 Kinder die in ganz Deutschland vertraulich auf die Welt kamen. Somit stieg der Durchschnitt von ca. 8 auf ca. 10 vertrauliche Geburten pro Monat an. Seit 2015 fallen nunmehr keine Kosten für Kliniken an, da diese vollkommen vom Bund übernommen werden. Seit der Einführung des Gesetzes konnten insgesamt 285 Kinderleben gerettet werden. Der Bund begleitet Schwangere den gesamten Weg bis zur Geburt völlig kostenfrei. Für werdende Mütter fallen weder für die Beratung noch für Vor- bzw. Nachuntersuchungen als auch für die Geburt Kosten an.

Für weitere Informationen zur vertraulichen Geburt besuchen Sie bitte auch folgende Seiten:
https://www.geburt-vertraulich.de/startseite/
http://www.bafza.de/aufgaben/vertrauliche-geburt.html

Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt

Um die Toten trauern und den Verletzten Beistand leisten

Düsseldorf-Süd, 20. Dezember 2016

Liebe Blog-Leserinnen und liebe Blog-Leser,

mein Mitgefühl gilt an diesem traurigen Morgen den Opfern und deren Angehörigen des schrecklichen Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt. Nehmen wir uns die Zeit, um die Toten zu trauern und den Verletzten Beistand zu leisten. In diesem Moment sind bestens geschulte Ermittler dabei, die Hintergründe dieser schrecklichen Tat aufzuklären. Geben wir ihnen die Zeit, sorgfältig und gewissenhaft ihre Arbeit zu machen. Die Polizei wird die Hintermänner der Tat und ihre Komplizen finden und wir werden sie zur Rechenschaft ziehen. Wir dürfen uns nicht durch Terror die Freude am Leben nehmen lassen. Dann gewinnen die Terroristen jeden Tag erneut. Mein besonderer Dank gilt wie immer unseren Sicherheitskräften, Polizisten und Rettern, die in schwieriger Zeit für uns da sind.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel

Innere Sicherheit und gute Bildung

Besuch aus Düsseldorf in Berlin

Berlin, 16. Dezember 2016

Liebe Bolg-Leserinnen und liebe Bolg-Leser,

eine besondere Freude für mich war der Besuch einer Gruppe von politisch Interessierten jungen Menschen aus Düsseldorf. Die jungen Männer und Frauen besuchten den Bundestag und konnten während der Plenardebatte oben auf der Tribüne sitzen. Im gemeinsamen Gespräch machten sie deutlich, dass die innere Sicherheit und die Chance auf eine gute Bildung und Ausbildung für sie die größten Herausforderungen der Zukunft sind. Ich freue mich immer sehr, wenn ich politisch engagierten Menschen aus meiner Heimatstadt in Berlin bei einem Besuch begrüßen kann.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel