Inklusion: Umsetzung ist mangelhaft

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Podiumsdiskussion bestätigt Unzufriedenheit mit NRW-Schulpolitik

 

Bilk, 19. Mai 2015 

Über ihr Engagement in Schulfragen kam Sylvia Pantel einst in die aktive Politik, als Schulexpertin wirkte sie über 20 Jahre lang maßgeblich in der Düsseldorfer Schulpolitik mit. Kein Wunder also, dass die heutige Bundestagsabgeordnete in diesem Themenfeld immer noch ein gefragter Gast ist. So auch am Donnerstag bei der Veranstaltung „Brennpunkt Bildung – Baustelle Schule“ des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) in der Dumont-Lindemann-Schule.

In der Podiumsdiskussion sah sich Sylvia Pantel gemeinsam mit Yvonne Gebauer, (schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion), Karin Schmitt-Promny (Landtagsabgeordnete der Grünen), Constanze Mucha, (CDU-Ratsfrau und stellvertretende Vorsitzende des Düsseldorfer Schulausschusses) sowie Birgit Völxen (Landeselternschaft Grundschulen) mit aktuellen bildungspolitischen Themen konfrontiert. Im Mittelpunkt stand die sogenannte „Inklusion“, das gemeinsame Unterrichten von Kindern mit und ohne Behinderung – und das barg reichlich Kritik-Potential.

Der Tenor der Debatte deckte sich mit dem Ergebnis einer am selben Tag veröffentlichen Umfrage, wonach die Lehrer die sogenannte schulische Inklusion mit der Note “mangelhaft” bewerten. Seit einem Jahr nämlich haben behinderte Kinder in NRW Anspruch auf einen Regelschulplatz, doch die praktische Umsetzung frustriert viele Beteiligte.

„54 Prozent der Lehrkräfte, die inklusiv unterrichten, sind dafür nicht ausgebildet“, kritisierte Hildegard Adam, Vorsitzende des Düsseldorf Stadverbandes Bildung und Erziehung. Die Lehrer seien mit der Aufgabe „überfordert“, die Schüler „Versuchskaninchen“, das ganze Projekt ein „Flickwerk“. Das Fazit der Pädagogin: „So, wie sie zur Zeit praktiziert wird, kann Inklusion nicht gelingen“.

Diese Einschätzung bestätigten Wortmeldungen aus dem Publikum, die eindrucksvolle Einblicke in den Lehreralltag mit Inklusionserfahrung brachten. „Es ist nicht die Ausnahme, dass Kinder aufspringen, Stühle schmeißen oder schreien“, hieß es da“, ein großes Problem sei der Lärmpegel in den Klassen. Die in diesem Zusammenhang aufgeworfene Frage „Wie soll dabei richtig gelernt werden?“ blieb unbeantwortet.

Ein anderer genannter Erfahrungswert: Kinder, die im Unterricht der Regelschule nicht mitkommen, werden von ihren Misserfolgserlebnissen demoralisiert. Die ernüchternde Einschätzung einer betroffenen Pädagogin: Egal wie stark sich die Lehrer bemühen, es bleibe nur bei einer „Scheinintegration“ von Kindern mit Behinderung.

„Die Lehrer können nicht allen unterschiedlichen Förderschwerpunkten gleich gerecht werden, deswegen braucht es für unterschiedliche Begabungen und Ansprüchen auch unterschiedliche Angebote“, betonte Sylvia Pantel und bekam dafür viel Zuspruch. Und einen Punkt, der in dieser Debatte häufig zu kurz kommt, strich sie heraus: „Nicht nur Kinder mit Behinderung haben ein Recht auf möglichst guten Förderbedarf, sondern alle Kinder. Derzeit scheint man niemandem so richtig gerecht zu werden.”

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Bundestag beschließt: Algerien, Marokko und Tunesien sind sichere Herkunftsländern

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Abwicklung der Asylverfahren wird dadurch deutlich vereinfachen

Berlin, 13. Mai 2016

Liebe Blog-Leserinnen und liebe Blog-Leser,

am Ende dieser Sitzungswoche ist endlich geschafft, worüber wir so lange mit der SPD streiten mussten. Der Bundestag hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen, Algerien, Marokko und Tunesien zu sicheren Herkunftsländern zu erklären. Diese Neuerung wird die Abwicklung der Asylverfahren deutlich vereinfachen. Das ist wichtig um zu verhindern, dass aus diesen Ländern Menschen nach Deutschland kommen die vorgeben Flüchtlinge zu sein, weil sie sich ein besseres Leben versprechen. Was sind sichere Herkunftsstaaten? Das sind Länder bei denen wir grundsätzlich davon ausgehen, dass Menschen dort nicht politisch verfolgt werden. Macht ein Asylbewerber politische Verfolgung geltend, muss er oder sie nachweisen, dass er wirklich verfolgt. Eine Erklärung „Ich bin Christ und werde in diesem muslimischen Land verfolgt“ reicht dabei nicht mehr aus. Man muss ganz konkret nachweisen, dass man politisch verfolgt wird, um politisches Asyl zu bekommen.

Auch hat der Bundestag einem Antrag der Bundesregierung zugestimmt, Fluchtursachen besser zu bekämpfen. Deutschland und Europa wollen sich mehr für die Bekämpfung von Fluchtursachen in den Krisengebieten des Nahen Ostens und Afrikas einsetzen. Der Fokus des Antrags liegt auf Syrien, wo seit mehr als fünf Jahren Bürgerkrieg herrscht. In den angrenzenden Staaten sind rund 4,8 Millionen Flüchtlinge untergekommen. Auch Libyen gerät als Transitland für Flüchtlinge aus Subsahara-Afrika immer mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Bis vor kurzem gab es in diesem vom Bürgerkrieg geteilten Land noch zwei Regierungen, die sich jeweils als vom Volk gewählt verstanden. Mit Hilfe der Vereinten Nationen wurde dort nun eine neue, gemeinsame Regierung gebildet, und das Land soll stabilisiert werden.

Bei der Fluchtursachenbekämpfung handelt es sich um eine ressortübergreifende Aufgabe, bei der besonders die Entwicklungspolitik gefragt ist. Über die Möglichkeiten der Entwicklungspolitik hat uns erst vor kurzem Bundesminister Gerd Müller in Düsseldorf berichtet. 

Zunächst geht es darum, im Kriegsland Syrien selbst, sowie in den Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Irak und der Türkei die Grundbedürfnisse des Überlebens für die Flüchtlinge zu sichern. Darüber hinaus müssen auch Lebensperspektiven für die Menschen geschaffen werden. Das betrifft vor allem die schulische Ausbildung, damit keine „verlorene Generation“ heranwächst. Der Zugang zu Bildung ist nach Erhebungen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR einer der wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung, ob Menschen die Krisenregion verlassen und nach Europa ziehen. Viele flüchtende Eltern haben berichtet, dass sie sich zur Flucht nach Europa entschieden haben, als klar wurde, dass ihre Kinder über Jahre ohne Schule und Perspektive in einem Flüchtlingslager in der Türkei aufwachsen müssten. Daher unterstützen wir besonders die Anstrengungen, bei denen Bildung für die Kinder in den Flüchtlingslagern in der Türkei und in Jordanien gefördert werden.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Rundbrief Nr. 8-2016 Sie möchten den gesamten Rundbrief von Sylvia Pantel zukünftig per Email erhalten? —> weiter

Erklärung des Berliner Kreises

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CDU muss Themen des konservativ-bürgerlichen Lagers ansprechen

Berlin, 12. Mai 2016

Liebe Blog-Leserinnen und liebe Blog-Leser,

ich habe mich dazu entschlossen, die Erklärung des Berliner Kreises mit zu unterzeichnen. Anders als manche Kommentatoren behaupten, ist diese Erklärung keineswegs ein „Mini-Aufstand“ (Ulf Poschardt in der Welt) noch eine „knallharte Abrechnung“ (Spiegel Online) mit der Kanzlerin. Es ist eine Positionierung von Abgeordneten, die der Meinung sind, dass ihre Partei, die Christlich Demokratische Union Deutschlands, nicht mehr ausreichend die Themen des konservativ-bürgerlichen Lagers anspricht. Wir haben in der Politik den Sachstreit verlernt. Wenn Volker Kauder in der Schwäbischen Zeitung fordert, wir müssten aufhören zu streiten, dann sage ich, wir müssen vorher mehr miteinander die unterschiedlichen Argumente austauschen. Wir müssen diskutieren und auch unangenehme Debatten führen. Ein Streit in der Sache ist Wettstreit um die bessere Lösung. Es ist schade, wenn dieser Unterschied verkannt wird. 310 Abgeordnete der Unionsfraktion können sich nicht in allem einig sein. Wir kommen aus 16 Bundesländern, vertreten 80 Millionen Bürgerinnen und Bürger mit ganz unterschiedlichen Anliegen und Bedürfnissen. Als Partei müssen wir kontinuierlich darüber diskutieren, wofür wir stehen. Ich arbeite in Berlin für Familien. Für Werte. Und für die Sicherheit der Bürger, die sich in einem Land der Freiheit und des Friedens wohlfühlen sollen.
Ich habe die Erklärung des Berliner Kreises unterzeichnet, weil ich genau diese Werte wieder stärker in den Vordergrund stellen will. Als Partei dürfen wir nicht auf der Suche nach neuen Wählerstimmen die Menschen vergessen, die uns als CDU, uns als Volkspartei ausmachen. Politik ist der Wettstreit um die besten Lösungen. Nur wenn wir die Debatte offen und ehrlich führen, werden die Menschen in diesem Land uns weiter vertrauen.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel

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Musikschule benötigt dringend Unterstützung

Warum wird nicht investiert?

 

Garath, 8. Mai 2016

Sylvia Pantel setzt sich für die städtische Clara-Schumann-Musikschule ein. Obwohl es lange Wartelisten für Musikschüler gibt, wird nicht in die Schule investiert. Es fehlen Musiklehrer und im Schulgebäude an der Prinz-Georg-Straße ist zu wenig Platz. Daher benötigt die Musikschule dringend Unterstützung. Sylvia Pantel ist im Gespräch mit Andre Zalbertus.

Ehrenamtliche Arbeit der Schützen ist wichtig!

Sylvia Pantel und Andre Zalbertus im Gespräch

 

Garath, 8. Mai 2016

Andres Zalbertus und Sylvia Pantel treffen sich nach der Schützenparade in Garath. Sylvia Pantel betont, wie wichtig sie die ehrenamtliche Arbeit der Schützen für unsere die Gesellschaft findet.