Zur Ebola-Epidemie

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Berlin, 16. Oktober 2014

 

Liebe Blog-Leserinnen und liebe Blog-Leser,

die Ausweitung der Ebola-Epidemie ist ein zentrales Thema dieser Woche im Bundestag. Bislang sind laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 4.000 Menschen gestorben und über 8.000 infiziert. Es ist der schwerste Ausbruch überhaupt seit Entdeckung des Virus im Jahre 1976.

Den Vorwurf, die Bundesregierung würde bei dieser Krise zu wenig tun, kann ich nicht unterstreichen. Die Regierung hat bereits 10 Millionen Euro im Rahmen der Weltgesundheitsorganisation, 7 Million Euro für die betroffenen Länder und 30 Millionen Euro im Rahmen der Europäischen Union für die Bewältigung der Epidemie bereitgestellt. Die Bundeswehr hat eine Luftbrücke zur Sicherstellung der Versorgung mit Hilfsgüter errichtet. Doch trotz aller Bemühungen steigt in den Ländern Sierra Leone, Liberia und Guinea die Zahl der Neuerkrankungen rapide an. Der UN-Sicherheitsrat hat die Ebola Epidemie bereits als „Bedrohung für den Weltfrieden und die internationale Sicherheit“ eingestuft. Es herrscht mittlerweile Ausnahmezustand in diesen Regionen. Um den Kampf der Länder und Organisationen gegen die Ebola-Epidemie weiter zu verstärken, wird am Freitag über eine Ausweitung des deutschen Beitrags zur WHO ‚Ärzte ohne Grenzen‘ Mission abgestimmt. Die WHO versucht durch ihr ‚Ebola-Response-Roadmap‘ innerhalb eines Zeitraumes von sechs bis neun Monaten die Übertragung von Ebola zu stoppen. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit mit den betroffenen Staaten, sollen Präventionsmaßnahmen zu Aufklärungs- und Hygienekampagnen weiter verstärkt werden. Auch werden die benötigten zusätzlichen Hilfen abgesprochen.

Mein besonderer Dank gilt den freiwilligen Helferinnen und Helfern, die im Rahmen einer Mission des Deutschen Roten Kreuzes nach Westafrika gereist sind, um zu helfen.

Eine Ebola Infektion ist überall auf der Welt möglich, also ist sie auch in Deutschland nicht auszuschließen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Infektionsfälle in Amerika, Spanien und Mazedonien ist es wichtig auch in Deutschland wachsam zu sein und verstärkt an Flughäfen und Verkehrsknotenpunkten zu kontrollieren. Die deutschen Flughäfen und Einrichtungen sind auf den Ernstfall mit den Sicherheits- und Gesundheitsbehörden vorbereitet. Ich hoffe, dass wir diese Planung nicht für den Notfall brauchen werden.

Ihre
Sylvia Pantel

Dieser Text ist ein Auszug aus dem 17. Newsletter der NRW-Landesgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Deutschen BUndestag von Sylvia Pantel. den gesamten Newsletter gibt es hier: —> weiter