Wie viel Lärm ist gut?

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Sport, Anwohner und Politik diskutieren über neue Regelungen zum Lärm auf Sportanlagen

 

Düsseldorf, 25. August 2015

Ein neues Gesetz soll den Lärm auf Sportplätzen regeln. Doch wie genau soll diese Lösung aussehen? Und was wünschen sich eigentlich die Düsseldorfer Sportvereine?

Zu einem Gespräch mit Sportvereinen und Anwohnern hatten die Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek und Sylvia Pantel ihren Kölner Kollegen Karsten Möring eingeladen, der sich, als Mitglied des Umweltausschusses des Deutschen Bundestages, mit den Lärmgrenzwerten für Sportanlagen beschäftigt.

Karsten Möring erklärte den Anwesenden, wie schwierig es sei allen Seiten gerecht zu werden: Auf der einen Seite steht der Sportlärm (mit der eventuellen anschließenden Feier) und auf der anderen Seite das Ruhebedürfnis der Anwohner. Die Sportvereine wünschen keine Beschränkung der Spielzeiten und eine Erhöhung der Toleranzwerte für den Sportlärm, die Anwohner eine möglichst geringe Lärmbelästung. Karsten Möring sprach darüber, wie schwierig es ist, die Erwartungen beider Seiten zu erfüllen.

Seit dem Jahr 2011 gibt es eine gesetzlich festgeschriebene ‚Kinderlärm-Privilegierung‘, demnach dürfen Kinder auf einem Bolzplatz Lärm verursachen. Auf einem Sportplatz könnten dieselben Kinder im Vereinstraining dies nur im Rahmen behördlicher Einschränkungen und unter der Gefahr einer Nutzungseinschränkung für alle Vereinsmitglieder tun. Die Vertreter des organisierten Sports und die Politiker waren sich darin einig, dass der Sportlärm nicht grundsätzlich unterschiedlich vom Kinderlärm behandelt werden kann.

„Wir brauchen in dieser Frage Ergebnisse, die von der Mehrheit der Gesellschaft getragen werden“, gibt die Sylvia Pantel zu bedenken. Das sich gleich drei Bundestagsabgeordnete mit dem Thema beschäftigen zeigt, wie wichtig dies der CDU ist.