Sylvia Pantel zur Erdogan-Demo am Sonntag in Köln

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Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit und den Einfluss konservativer Muslime in der Türkei beobachte ich mit Sorge.

 

Berlin, 30. Juli 2016

„Das Demonstrationsrecht ist ein wichtiges Grundrecht für die Bürger unseres Landes. Solange nicht zu Hass und Gewalt aufgerufen wird, müssen wie auch die Demonstrationen ertragen, die uns politisch zuwider sind“, betont die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel anlässlich der Demonstration für den türkischen Präsidenten Erdogan in Köln.

„Die Türkei war lange Zeit ein stabiler und verlässlicher Partner und Nachbar an der Grenze Europas. Derzeit entwickelt sich das Land aber hin zu einem autoritären Regime, in dem nur noch der Wille von Präsident Erdogan zählt. Als Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte beobachte ich Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit und den Einfluss konservativer Muslime in der Türkei mit Sorge“, erklärt Sylvia Pantel weiter. Der Abgeordneten ist wichtig, dass sich die in Deutschland lebenden Türken auch mit den deutschen Werten und der deutschen Kultur identifizieren. „Wir hören immer wieder von türkischen Parallelgesellschaften und erleben, wie türkische, rechtsextreme Nationalisten, die Grauen Wölfe, durch Straßen in NRW marschieren.“ Sylvia Pantel ist darüber hinaus besorgt, dass türkische Nationalisten auch über muslimische Gruppen innerhalb der CDU Einfluss auf die Politik bekommen könnten. Seit mehreren Jahren schon wendet sich die Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Frauen Union Düsseldorf gegen türkische Nationalisten in den eigenen Reihen der CDU NRW.

—> Beitrag von Sylvia Pantel bei NRW jetzt