Steuerhinterziehung erschwert

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Bundesrepublik vereinbart automatischen Informationsaustausch
über Bankkontendaten mit 49 Staaten

 

Berlin, 6. Novermber 2014

Liebe Blog-Leserinnen und Blog-Leser,

in der vergangenen Woche haben wir einen Meilenstein gegen Steuerflucht und Steuerhinterziehung in andere Länder gesetzt.

Die Vereinbarung, die Deutschland mit 49 anderen Staaten am 29. Oktober unterzeichnete, bedeutet das Ende der Steueroasen in andere Staaten. Die fehlende Rechtsgrundlage zu einem internationalen Informationsaustausch ist nun geschaffen. Das Kernstück der neuen Vereinbarung wird ein automatischer Informationsaustausch über Finanzkonten sein, der ab September 2017 in Kraft tritt. Das Bundeszentralamt für Steuern wird Daten wie die Steueridentifikationsnummern, die Namen, die Anschriften und die Kontodaten erheben und diese dann mit den ausländischen Behörden einmal jährlich abgleichen. Ab 2017 müssen somit alle Banken, Vermögensverwalter, Makler und Versicherungsgesellschaften die Kontodaten ihrer Kunden offen legen. Jeder Kontoinhaber sowie Unternehmen und Stiftungen sind davon betroffen.

Die neue Regelung ist ein wichtiger Schritt für mehr Steuergerechtigkeit in unserem Land. Steuerhinterziehung, also das Verschweigen steuerpflichtige Einkünfte im Ausland, kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren geahndet werden. Steuerflucht und Steuerhinterziehung sind keine Kavaliersdelikte und schaden unserer Gesellschaft. Experten gehen von einem jährlichen Gesamtschaden von bis zu einem dreistelligen Milliardenwert aus. Mit dem Abkommen beginnt eine neue Ära der Steuerkooperation und der Steuergerechtigkeit, wobei die Steuerschlupflöcher stark reduziert werden.

Ihre
Sylvia Pantel

Dieser Text ist ein Auszug aus dem 18. Newsletter der NRW-Landesgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Deutschen BUndestag von Sylvia Pantel. den gesamten Newsletter gibt es hier: —> weiter