Keine vorschnelle Entscheidung für den Hafenausbau in Reisholz

Über den geplanten Ausbau des ‚Reisholzer Hafens‘ zu einem Containerumschlagplatz bin ich mit der Bürgerinitiative im Gespräch. Die Bürger in Benrath, Itter und Himmelgeist setzen sich für ihre Stadtteile ein und haben gute Argumente gegen einen Ausbau, die ich nachvollziehen kann. Zu Recht wenden sie ein, dass sich die Wohnbebauung viel zu nah am Hafen befinden würde. Außerdem hätte der Ausbau vor allem durch Lärm- und Lichtemissionen indirekt Auswirkungen auf wichtige Naturschutzgebiete und Naherholungsgebiete in unmittelbarer Nähe, zum Beispiel im Himmelgeister Rheinbogen, in der Urdenbacher Kämpe, im Schlosspark Benrath und im Zonser Grind. Ebenso hätte ein Hafenausbau für den Rhein selbst negative Folgen.

Weiter gibt die Bürgerinitiative zu bedenken, dass nicht alle Unternehmen im Düsseldorfer Süden eine Notwendigkeit für den Ausbau des Hafens sehen. Ein Nutzen für unsere Industriebetriebe sei nicht erkennbar, denn sie verschiffen ihre Waren meist nicht in Containern. Außerdem werden wohl sehr viel weniger neue Arbeitsplätze entstehen, als zunächst erwartet. Auch die Anbindung für die zu erwartenden zusätzlichen hunderte Lastwagen und langen Güterzüge ist derzeit nicht gegeben.

Auch als Bundestagsabgeordnete werde ich das Projekt weiter kritisch begleiten und die Sorgen der Bürger ernst nehmen.

Ich bin deshalb der Meinung, dass das Projekt kein Selbstläufer ist. Bislang liegt lediglich eine Vorstudie vor. Vor einer konkreten Planung sollten die Verantwortlichen alle Argumente gründlich prüfen.

Links zum Thema:
http://www.hafenalarm.de/
http://www.industrie-duesseldorf.de/
http://www.nd-haefen.de/

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