Politische Auseinandersetzungen hart aber fair führen

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Sylvia Pantel zur Email des Düsseldorfer CDU-Kreisvorsitzenden Thomas Jarzombek

Berlin, 11. Juni 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Parteifreunde!

Die von Thomas Jarzombek an alle Funktionsträger verschickte Email vom 10. Juni 2015, welche mittlerweile ihre Kreise in der gesamten Düsseldorfer CDU zieht, enthält eine Unterstellung, die ich so nicht stehen lassen kann.

In seiner Email schreibt Herr Jarzombek, dass Unterlagen die er an den geschäftsführenden Vorstand, also an Peter Preuß und mich, geschickt hätte, an Journalisten weitergereicht worden wären. Dies versucht er durch eine Email zu belegen, in der ein Journalist der Zeitung ‚Die Welt‚ Fragen an ihn richtet. Die Fragen des Journalisten beziehen sich ausschließlich (!) auf Sachverhalte, die seit längerer Zeit einem großen Kreis von Personen bekannt sind und teilweise schon öffentlich diskutiert wurden. Auch die Kündigungen von langjährigen Mitarbeitern sind nicht nur dem Vorstand, oder gar dem geschäftsführenden Vorstand bekannt. Auch die Frage nach den Auswirkungen des Umzugs in die Wasserstraße, sind angesichts der Berichterstattung über die knappen Kassen der CDU Düsseldorf durchaus verständlich und erfordern keine vertraulichen Informationen.

Es stellt sich die Frage, ob durch das offensichtliche Konstruieren eines falschen Zusammenhangs zwischen vertraulichen Informationen und Presserecherchen, die mögliche Fehlentscheidungen des Kreisvorsitzenden und des Kreisgeschäftsführers betreffen, gezielt Verantwortung für schlechte Presse auf Peter Preuß und mich abgewälzt werden soll.

Gleiches gilt für Medienberichte aus dem Bezirksverband, wo ebenfalls vertrauliche Vermerke als Quellen genannt werden und gezielt meine Person ins Spiel gebracht wurde. Grundsätzlich kommentiere ich keine haltlosen Gerüchte, aber ich muss davon ausgehen, dass ich derzeit gezielt diskreditiert werden soll. Solchen Versuchen trete ich entschieden entgegen.

Ich bin bekannt dafür, in politischen Auseinandersetzungen hart aber fair zu diskutieren und keiner Debatte aus dem Weg zu gehen. Niemals habe ich mir aus Parteiräson den Mund verbieten lassen. Insbesondere aber führe ich meine Auseinandersetzungen immer mit offenem Visier und allein an der Sache ausgerichtet.

Ich stelle daher noch einmal klar, dass ich zu keinem Zeitpunkt vertrauliche Informationen aus vertraulichen Sitzungen oder Unterlagen an unbefugte Dritte weitergegeben habe. Solche Vorgänge verhindern jede Form einer konstruktiven Zusammenarbeit. Diese benötigen wir aber, um eine erfolgreiche Arbeit für unsere Stadt und unser Land leisten zu können.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel