Physiotherapeuten, Logopäden & Co.: Keine angemessene Bezahlung?

Print Friendly, PDF & Email

Sylvia Pantel informiert sich in einem Therapiezentrum über die Situation der Heilmittelerbringer

Velbert, 3. März 2016

Sylvia Pantel teilt die Einschätzung ihres Bundestagskollegen Roy Kühne und setzt sich ebenfalls für eine Verbesserung der Situation einer wichtigen Branche im Gesundheitswesen, der Heilmittelerbringer ein. Wie nötig das ist, verdeutlichte ihr noch einmal Reinhard Bethke bei ihrem Besuch in seinem Therapiezentrum „Thera Train“ in Velbert.

TT_1

Ortstermin in Velbert: In seinem Therapie- und Trainingszentrum beschreibt Reinhard Bethke Sylvia Pantel die Probleme seiner Branche.

Mit der Veranstaltung zur „Zukunft der Heilmittelerbringer“ mit ihrem Bundestagskollegen Roy Kühne im Februar war Sylvia Pantel auf große Resonanz gestoßen. Die Vorsitzende der Frauen Union Düsseldorf hatte dabei die Vertreter der betroffenen Branche dazu aufgerufen, Öffentlichkeit und Politik für deren Probleme zu sensibilisieren. Reinhard Bethke lud sie daraufhin in sein Therapie- und Trainingszentrums „Thera Train“  nach Velbert ein.
„Wir haben wirtschaftlich zu kämpfen“, verrät Bethke der CDU-Politikerin bei ihrem Besuch im Bergischen. Das Hauptproblem sei die Abrechnung mit den Krankenkassen. Tatsächlich bekommt der Physiotherapeut, für jede Behandlung einen festgelegten Satz. Bei einer ärztlich verschriebenen Massage beispielsweise sind das 16 Euro für 15 Minuten. Das Problem dabei: Die Leistungen, die sein Team dafür „drum herum“ erbringen muss, werden gar nicht mitgerechnet bzw. bezahlt.
Zudem muss der Therapeut bei jedem Patienten die Richtigkeit der jeweiligen ärztlichen Verordnung überprüfen. Alleine das bedeutet einen hohen Verwaltungsaufwand, für den der Heilmittelerbringer nicht bezahlt wird. Und bei fehlerhaften Rezepten droht  der Praxis auf den Behandlungskosten sitzenzubleiben.
„Die Folge von alledem ist, dass ich meine Mitarbeiter nicht angemessen nach ihrer Ausbildung und Leistung bezahlen kann“, bemängelt Bethke. Ein Zustand, mit dem auch Sylvia Pantel nicht einverstanden ist: „Ich weiß, dass der Kostendruck für die Krankenkassen sehr hoch ist, aber es kann doch nicht sein, dass erwartete und erbrachte Leistungen nicht bezahlt werden“, so Pantel.

Die Bundestagsabgeordnete sicherte dem Therapeuten zu, sich auch weiterhin für die Belange seines Berufsstandes einzusetzen. Denn wie problematisch dessen aktuelle Gesamtsituation ist, konnte Reinhard Bethke ihr nur allzu eindrucksvoll veranschaulichen.
Sylvia Pantels Fazit lautet daher: „Die Heilmittelerbringer sind im Gesundheitswesen unverzichtbar, so dass wir alles daran setzen müssen, dass sie die hohe Qualität ihrer Arbeit aufrecht erhalten können. Und eine wesentliche Voraussetzung dafür ist eine angemessene finanzielle Bezahlung, also eine bessere, als im Moment. Jeder, der auch nur `mal Rückenschmerzen hat, weiß das zu schätzen und nach vielen Unfällen oder Krankheiten, ist eine erfolgreiche  Therapie ohne sie nicht denkbar .“ 

—> mehr zum Thema: www.thera-train.com