Minijob oder Ehrenamt?

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Bezahlung gefährdet das Ehrenamt

Berlin, 18. März 2016

Liebe Blog-Leserinnen und liebe Blog-Leser,

ohne das vielfältige freiwillige Engagement auf allen Ebenen wäre die Gemeinschaft in Deutschland so nicht denkbar. Im Unterausschuss ‚Bürgerschaftliches Engagement‘ des Deutschen Bundestages haben wir darüber diskutiert, dass es in vielen Bereichen Tendenzen gibt, Tätigkeiten im Ehrenamt als Minijob einzurichten oder geringfügig zu bezahlen. Dabei sind nicht die Entschädigungen für den tatsächlich entstandenen Aufwand gemeint. Der Sport ist nicht so sehr davon betroffen, sondern eher die Bereiche Pflege, Ganztagsschule oder Flüchtlingsarbeit. Eine Bezahlung gefährdet das Ehrenamt. Nicht alle Tätigkeiten können ehrenamtlich erbracht werden, aber der Kern des ehrenamtlichen Engagements sind Freiwilligkeit und Unabhängigkeit. Diesen Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger „mit an zu packen“ und sich für die Gesellschaft zu engagieren, sollten wir unterstützen. – Aber eben nicht durch Gehaltszahlungen, im Niedriglohnbereich. Ich spreche mich dafür aus, die finanziellen Mittel in bessere Infrastrukturen, sowie eine bessere Koordinierung der Ehrenamtlichen und die Weiterqualifizierung der Menschen zu investieren.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Rundbrief Nr. 5-2016 Sie möchten den gesamten Rundbrief von Sylvia Pantel zukünftig per Email erhalten? —> weiter