Meisterbrief als Qualitätszeichen erhalten

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Die EU-Komission möchte in vielen Berufen den Meisterzwang abschaffen.
Sylvia Pantel möchte ihn dagegen als Merkmal für gute Ausbildung und Qualität in der Arbeit beibehalten.

 

von Sylvia Pantel
Berlin, 4. Dezember 2014

Im vergangenen Jahr gab es in Nordrhein-Westfalen über 58.000 Handwerksbetriebe. Allein im Bereich der Handwerkskammer Düsseldorf legten über 1000 Handwerkerinnen und Handwerker 2013 ihre Meisterprüfung ab. Das Handwerk in Deutschland ist Rückgrat des Mittelstands und Motor unserer Region. Der Meisterbrief gilt als Qualitätszeichen, er sichert den guten Ruf des deutschen Handwerks vor Ort, aber auch im europäischen Wettbewerb.

Die EU-Kommission hat in ihrem Bestreben, den europäischen Binnenmarkt zu liberalisieren, dazu aufgerufen, die Zahl der reglementierten Berufe zu verringern und in vielen Berufen den Meisterzwang abzuschaffen. So wichtig ein freier Zugang auf dem europäischen Binnenmarkt auch für unsere Handwerker in der Region ist, so wichtig ist es aber eben auch, die Qualitätsstandards aufrecht zu erhalten. Daher setze ich mich für den Meisterbrief ein. Das Handwerk in Düsseldorf hat 2013 über 26 Milliarden Euro Umsatz erarbeitet. Durch Leistung, durch Qualität und weil die Bürgerinnen und Bürger Vertrauen in die Arbeit ihrer Handwerksmeister haben. Dieses Vertrauen werden wir durch Sicherung des Meisterbriefes schützen.

Ich unterstütze den Antrag der Regierungskoalition „Der deutsche Meisterbrief – Erfolgreiche Unternehmerqualifizierung, Basis für handwerkliche Qualität und besondere Bedeutung für die duale Ausbildung“, der am morgigen Freitag im Bundestag beraten wird. Wir werden den Meisterbrief sichern als das, was er ist: Ein Zeichen für gute Ausbildung und Qualität in der Arbeit. Über 7000 junge Menschen haben 2013 die Ausbildung in einem Handwerksberuf in Düsseldorf begonnen. Ihre Zukunft ist die Zukunft des Handwerks.

Dieser Text ist ein Auszug aus dem 20. Newsletter der NRW-Landesgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Deutschen BUndestag von Sylvia Pantel. den gesamten Newsletter gibt es hier: —> weiter