Meister- und Bachelor-Abschluss nun gleichgestellt

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OECD hat das duale Ausbildungssystem in ihren Statistiken bisher kaum berücksichtigt

 

von Sylvia Pantel, MdB

Berlin, 22. Mai 2014

Die Meisterausbildung wurde mit der Ausbildung zum Bachelor in der europäischen Bewertung gleichgestellt. Dies ist dem jahrelangen Einsatz für die Aufwertung des dualen Ausbildungssystems zu verdanken. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat sich mit dem wichtigen bildungspolitischen Thema ‚Hochschul- und Berufsbildung: Was ist der richtige Mix?‘ beschäftigt.
Bisher wurde von Andreas Schleicher, dem internationalen Koordinator der PISA-Studien, bzw. von der OECD der Eindruck vermittelt, Deutschland brauche mehr Akademiker.
Deshalb hat mich gewundert, dass PISA-Chef Andreas Schleicher am 20. Mai 2014 gegenüber der CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Eindruck vermittelt hat, Deutschland brauche nicht noch mehr Akademiker. Es bestünden in Deutschland ausreichend gute Rahmenbedingungen für den Erwerb eines akademischen Abschlusses. Die Ausbildung zum Meister, zum Beispiel, muss aber von dem Auszubildenden selbst bezahlt werden. Andreas Schleicher brachte vor diesem Hintergrund nachgelagerte Studiengebühren für die Finanzierung der akademischen Ausbildung ins Spiel.
Das sind für mich neue, wenn auch treffende Töne, zumal die OECD bisher das duale Ausbildungssystem in ihren Statistiken kaum berücksichtigte.
In diesem Zusammenhang mache ich auf eine Pressemitteilung des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) vom 21.01.2014 ‚Gymnasium oder Realschule? Nicht so wichtig: Keine Karrierenachteile durch frühe Wahl der Schulform‘ aufmerksam. Danach wirkt sich die Wahl der Schulform in Deutschland langfristig nicht auf Beschäftigungsquote, Erwerbseinkommen und Bildungsabschlüsse aus.
Hier ist die Studie ‚The Long-Term Effects of Early Track Choice‘ des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) unter der Leitung von Patrick Puhani vom Januar 2014, leider nur auf Englisch, nachlesbar.

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Rundbrief Nr. 11. Sie möchten den gesamten Rundbrief von Sylvia Pantel vorab und direkt per Email erhalten? —> weiter