Juden gehören zu Deutschland

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Auch Sylvia Pantel freute sich über die zahlreichen Solidaritätsbekundungen zu Israel und den Juden in der letzten Woche. „Juden und jüdisches Leben gehören zu Deutschland“, sagte die Bundestagsabgeordnete. „Wer christliches und jüdisches Leben nicht akzeptieren will, kann kein Teil unserer freiheitlichen Gesellschaft sein.“

Eine Kolumne von Sylvia Pantel bei NRW.direkt

Düsseldorf-Süd, 28. April 2018

Die letzte Woche war von zahlreichen Solidaritätskundgebungen gegenüber dem Staat Israel sowie den in Deutschland lebenden Juden gekennzeichnet. So wurde am Donnerstag im Bundestag aus Anlass des 70-jährigen Jubiläums der israelischen Staatsgründung mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD, AfD, FDP sowie den Grünen ein Antrag beschlossen, in dem das Existenzrecht sowie die Sicherheit Israels als „nicht verhandelbar“ bezeichnet wurden. Lediglich die Partei „Die Linke“ enthielt sich dabei.

Am Tag zuvor fanden in Berlin und in Köln Solidaritätskundgebungen statt, bei denen alle männlichen Teilnehmer eine Kippa trugen. Allein in Köln kamen dazu rund 1.000 Menschen zusammen. „Antisemitismus gehört nicht in diese Welt. Wir wollen Widerstand leisten, wo immer uns Judenhass begegnet“, sagte Gerd Buurmann, der Organisator der Kölner Kundgebung. „Wer Juden angreift, greift unsere Geschichte und Identität an“, ergänzte der wegen seines Engagements immer wieder angefeindete Autor und Schauspieler später auf seiner Internet-Seite „Tapfer im Nirgendwo“.

Anlass der kurzfristig angemeldeten Kundgebungen war ein Angriff eines syrischen Flüchtlings auf einen jungen Mann mit Kippa in Berlin eine Woche zuvor. Bei dem Angegriffenen handelte es sich um einen arabischen Israeli, der nicht glauben wollte, dass das Tragen einer Kippa in der Öffentlichkeit im heutigen Deutschland gefährlich ist.

„Die jüngsten Übergriffe auf Juden sind erschreckend“

„Aufgrund des großen Leides, das von Deutschen während der Shoa gegenüber Juden verübt worden ist, hat Deutschland eine besondere Verantwortung gegenüber Israel. Wir können dankbar sein, dass eine Partnerschaft und Freundschaft zwischen beiden Länder reifen konnte. Wir haben es in besonderer Weise Konrad Adenauer und David Ben-Gurion zu verdanken, dass dieser Pfad der Aussöhnung eingeschlagen worden ist“, erinnerte die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel (CDU).

„Der Schutz und die Sicherheit Israels sind Maximen der deutschen Außenpolitik, aber es ist auch wichtig, dass wir uns in unserem eigenen Land gegen den neu aufkeimenden Antisemitismus einsetzen und jedem klar machen, dass Juden und jüdisches Leben zu Deutschland gehören. Wer christliches und jüdisches Leben nicht akzeptieren will, kann kein Teil unserer freiheitlichen Gesellschaft sein“, sagte Sylvia Pantel am Sonntag unserer Redaktion. „Die jüngsten Übergriffe auf Juden in Berlin sind erschreckend, weshalb es wichtig ist, dass wir als Zivilgesellschaft wachsam sind, wenn es um Intoleranz und menschenverachtendes Verhalten geht. Deshalb freue ich mich sehr, dass so viele Menschen in Deutschland in den letzten Tagen ihre Solidarität zu Israel und den Juden bekundet haben