Impfen als Prävention – Fluch oder Segen?

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Impfen bleibt auch in Deutschland wichtig

 

Bilk, 15. März 2014

In Deutschland kommen einige Krankheiten aufgrund bestehender Impfprogramme nur noch sehr selten vor. Daher entsteht vielfach der Eindruck, dass Impfungen in Deutschland eigentlich nicht mehr nötig seien. Diese Impfmüdigkeit und die Angst vor gesundheitlichen Schäden durch die Impfung selbst führen dazu, dass sich nicht alle Menschen in Deutschland impfen lassen. Aber was passiert, wenn eine Krankheit, die in einem anderen Teilen der Erde noch vorkommt, durch Reisende oder auch Flüchtlinge wieder nach Deutschland gelangt?

Impfen bleibt auch in Deutschland wichtig, so die Meinung der Experten. Wie wichtig der Impfschutz für jeden selbst und seine unmittelbaren Mitmenschen ist, trugen drei Mediziner an Hand ihrer Analysen zu Krankheiten wie beispielsweise Tetanus, Diphtherie, Masern und Kinderlähmung vor. Im Umgang mit den Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs wurde Australien als positives Beispiel herausgehoben. Hier konnte durch eine hohe Impfrate die Anzahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren deutlich reduziert werden. Es referierten Ulrike Hein-Rusinek (leitende Betriebsärztin), Burkhard Rieke (Internist & Tropenmediziner) und Ulrike Wieland (Oberärztin an der Uniklinik Köln).

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Sylvia Pantel, die als Vorsitzende der Düsseldorfer Frauen Union, die Veranstaltung moderierte: „Ich bin dennoch gegen einen allgemeinen Impfzwang, wir müssen die Menschen durch Aufklärung überzeugen und ich hoffe, dass diese Veranstaltung dazu beitragen konnte. Wir müssen insbesondere die Frauen erreichen, sie sind von der Gefahr einer Gebärmutterhalskrebserkrankung betroffen und noch immer kümmern sich meist die Mütter um die Impfungen ihrer Kinder.“
Die Veranstaltung wurde von der Frauen Union Düsseldorf durchgeführt und fand im Rahmen des internationalen Frauentages in den Räumen der Handwerkskammer statt.