Flächendeckende Versorgung mit Hebammen ist wichtiges Anliegen der Bundesregierung

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Der politische Wille ist da – Diskussion mit Ingrid Fischbach über die Situation der Hebammen

 

Düsseldorf, 28. Oktober 2014

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Frauen können den Geburtsort frei wählen und im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause entbinden. „Die Geburt ist ein wichtiges, vielleicht das wichtigste Ereignis im Leben.“, begrüßte die Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der Frauen Union Düsseldorf Sylvia Pantel die Gäste in der Akademie für Pflegeberufe und Management.

Die stark gestiegenen Prämien für die Berufshaftpflichtversicherung hatten dazu geführt, dass einige freiberuflich tätige Hebammen aufgegeben haben oder sich auf die Vor- und Nachsorge der Geburt konzentrieren.

_MG_2268Ingrid Fischbach MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit und Vorsitzende der Frauen Union NRW, betonte, dass die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe ein wichtiges Anliegen für die Bundesregierung ist. Die Leistungsvergütungen für die Hebammen seien bereits erhöht und mit dem Sicherstellungszuschlag bis 2016 eine Lösung gefunden worden. Frau Fischbach kritisierte, dass es aus Datenschutzgründen keine verlässlichen Zahlen gäbe und die Hebammenverbände uneinig seien. Sie geht davon aus, dass die Versicherungsträger wieder Angebote machen, wenn die Regressansprüche der Krankenkassen und der Sozialversicherungsträger gesenkt werden. Bis zum Jahresende sollen dazu Eckpunkte formuliert werden.

Die Diskussion war lebhaft und emotional, da sich die Frauen als Hebammen, Mütter und Großmütter persönlich betroffen fühlten. Pantel_MG_2200 versicherte, dass die Politik den Auftrag angenommen habe, und bat um Vertrauen für die bevorstehenden Verhandlungen. Sie betonte ihre Wertschätzung für diesen wichtigen Beruf, den viele Hebammen mit großer Begeisterung ausüben. Frau Fischbach und Frau Pantel zeigten sich überzeugt, dass die Vorhaben zu einem guten Abschluss geführt werden.