Elterngeld und ElterngeldPlus

Ich möchte die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern. Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit sind u.a. Angebote für Elternpaare und Alleinerziehende, um ihr Familienleben flexibler gestalten zu können. Eltern können nach der Geburt ihres Kindes zwischen dem Bezug von Elterngeld und ElterngeldPlus wählen oder beides kombinieren. Das bedeutet mehr Flexibilität bei der Lebensplanung mit Kindern.

Ein Drittel der Väter beansprucht inzwischen Elterngeld. Es gilt für alle Eltern, die ihr Kind in den ersten 14 Monaten nach der Geburt selbst betreuen wollen und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstä­tig sind. Wenn ein Elternteil das Elterngeld in Anspruch nimmt, wird es für mindestens zwei und höchstens zwölf Monate gezahlt. Beide Elternteile können 12 Monate untereinander aufteilen. Dabei darf der elterngeldberechtigte Elternteil bis zu 30 Stunden in der Woche Teilzeit arbeiten. Wenn beide das Elterngeld nutzen und ihnen Erwerbseinkommen wegfällt, gibt es Elterngeld für zwei zusätzliche Partnermonate. Eltern von Mehrlingen haben einen Elterngeldanspruch pro Geburt und erhalten den Mehrlingszuschlag in Höhe von 300 Euro.

Nach einer Umfrage des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung 2013 sind mehr als 90 Prozent der Menschen zwischen 20 und 39 Jahren der Meinung, dass sich beide Elternteile um die Kinderbetreuung kümmern sollten, und 81 Prozent finden, dass beide Partner für das Einkommen verantwortlich sein sollen. Wer Familie und Beruf partnerschaftlich aufteilt, kann ElterngeldPlus beantragen. Damit ist der frühere Wiedereinstieg in Teilzeitarbeit möglich, und der Spielraum für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steigt. Es bietet auch Unternehmen neue Perspektiven bei der Personalplanung und der Fachkräftesicherung.

Wie beim Elterngeld ersetzt das ElterngeldPlus einen Teil des wegfallenden Einkommens. Ein Elterngeldmonat wird zu zwei ElterngeldPlus-Monaten, d.h., Eltern, die in Teilzeit arbeiten, können das ElterngeldPlus doppelt so lange erhalten. Wenn Eltern sich gemeinsam in vier aufeinanderfolgenden Monaten die Kindererziehung teilen und wenn beide zwischen 25 und 30 Wochenstunden erwerbstätig sind, gibt es einen Partnerschaftsbonus mit jeweils vier zusätzlichen ElterngeldPlus-Monaten. Alleinerziehende, die mindestens vier Monate in Teilzeit zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten ebenfalls vier zusätzliche ElterngeldPlus-Monate.

Der Partnerschaftsbonus wird es Eltern erleichtern, in einer frühen Phase der Elternschaft die partnerschaftliche Arbeitsteilung zu organisieren. Auch die Elternzeitregelungen werden flexibler. Mütter und Väter können leichter Auszeiten für die Familie nehmen. 24 Monate nicht genutzte Elternzeit können mit Anmeldefrist beim Arbeitgeber in den Zeitraum zwischen dem dritten und achten Lebensjahr des Kindes, z.B. auf die Zeit der Einschulung, übertragen werden.

Seit dem 1. Juli 2015 können Mütter und Väter Elterngeldbezug und Teilzeitarbeit besser miteinander kombinieren und ihr Elterngeldbudget besser ausschöpfen.
Ausführliche Informationen in der Broschüre des BMFSFJ ‚Elterngeld, ElterngeldPlus und Elternzeit‚.
Mit dem Elterngeldrechner können Sie Ihren Anspruch selbst ermitteln.