Drogenbeauftragte informiert

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Junge Menschen stark machen, damit sie sich selbstbewusst gegen Drogen entscheiden

Düsseldorf, 25. Februar 2016

Liebe Blog-Leserinnen und Blog-Leser,

in der Arbeitsgruppe Familie hat uns die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU) über die vielfältigen Kampagnen gegen Drogenmissbrauch für Kinder und Jugendliche informiert. Neben den Alltagsdrogen Tabak und Alkohol sollen diese Kampagnen auch über die Risiken von illegalen Drogen wie Cannabis und Crystal Meth aufklären. Immer wieder werde ich auf meine Haltung zu Cannabis angesprochen. Auch wenn Cannabis in manchen Fällen für chronisch Schwerkranke zur Schmerztherapie durchaus sinnvoll sein kann, bleibt es eine gefährliche Droge. Auch Schmerzmedikamente können süchtig machen. Deshalb ist eine Legalisierung von Cannabis für mich kein Thema!

Die Drogen- und Suchtpolitik fußt auf mehreren Säulen: Prävention, Beratung und Behandlung, Schadensminimierung sowie gesetzlichen Maßnahmen zur Angebotsreduzierung. Prävention ist in allen Bereichen der Drogen- und Suchtpolitik sehr wichtig. Die Erfolge im Bereich Alkohol und Tabak zeigen, dass besonders die Kampagnen im Jugendbereich wichtig sind. Daher ist auch unsere Entscheidung, den gesundheitsschädigenden Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas für Minderjährige zu verbieten richtig. Die Experten haben uns gezeigt, dass viele Jugendliche Erfahrungen mit elektronischen Zigaretten machen, bevor sie dann auf normale Zigaretten umsteigen. Wir wollen junge Menschen stark machen, damit sie sich selbstbewusst gegen Drogen entscheiden können und nicht aus Gruppenzwang zur Zigarette oder zum Alkoholmissbrauch neigen.

Prävention gilt auch für das noch ungeborene Leben. Alkoholkonsum in der Schwangerschaft kann zu bleibenden Schäden und lebenslangen Behinderungen beim Kind führen. Das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) kommt durch den Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft. Daher ist es uns wichtig, hier mehr Aufklärung zu betreiben. Zum Thema Drogen und Sucht und den Präventionskampagnen plane ich in der zweiten Jahreshälfte eine Veranstaltung in Düsseldorf.

Herzlichst

Ihre Sylvia Pantel

–> Drogen- und Suchtbericht 2015

Dieser Text ist ein Auszug aus dem Rundbrief Nr. 4-2016 Sie möchten den gesamten Rundbrief von Sylvia Pantel zukünftig per Email erhalten? —> weiter