Bosbach begeistert in Eller

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CDU-Innenexperte unterstützt Sylvia Pantel auf der Zielgerade des Wahlkampfes

Eller, 17. September 2017 

Wolfgang Bosbach ist eigentlich nur noch „einfacher“ Bundestagsabgeordneter, dennoch gehört der 65-Jährige zu den populärsten Politikern Deutschlands, und zwar weit über die Parteigrenzen der CDU hinaus. Sylvia Pantel, die ihren Parteifreund nach Eller eingeladen hatte, drückte es so aus: „Es ist toll, dass wir in der CDU jemanden haben, der so eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung hat.“ 

Der CDU-Innenexperte begeisterte die Besucher im voll besetzten Pfarrheim St. Gertrud mit einem gleichsam inhaltsstarken Vortrag zum Thema „2017 – Deutschland vor der Wahl – worauf es jetzt ankommt!“. Dabei schrieb er zunächst seiner eigenen Partei ins Stammbuch, ihren Markenkern nicht zu vergessen. Bosbach warnte davor, „auf der Suche nach einem neuen Wähler, zwei Stammwähler zu verlieren“ und mahnte: „Wer den Zeitgeist heiratet, ist schnell Witwer“.

Dass sich vielmehr bestimmte Grundüberzeugungen auszahlen, zeigte sich mit Blick auf die historischen Verdienste seiner Partei. „Die Schlüsselentscheidungen für unser Land hat die Union richtig getroffen – oft gegen den erbitterten Widerstand der politischen Gegner“, bekräftigte Bosbach und nannte in dem Zusammenhang die soziale Marktwirtschaft, die Wiederbewaffnung der Bundeswehr, die Westbindung und die Mitgliedschaft in der Nato und nicht zuletzt das Festhalten am Ziel der Deutschen Einheit.

In Sachen Migration verwies der erfahrene Innenpolitiker darauf: „Wir müssen aufpassen, dass wir keine ethnischen und religiösen Konflikte aus anderen Ländern importieren.“ Und mit Blick auf die Bewältigung der Flüchtlingskrise sagte er: „Wenn 60 Prozent der Flüchtlinge ohne Papiere kommen, haben wir ein Problem. Wir müssen wissen, wer in unser Land kommt.“

Leute, die hier leben wollten, müssten sich ausnahmslos an unsere Werteordnung halten und an die Regeln, nach denen wir in Staat und Gesellschaft leben. Dafür müsse klar sein: „Wer nach den Regeln der Scharia leben möchte, hat sich dafür das falsche Land ausgesucht.“ Bosbach wörtlich: „Man muss auch mal ab und zu sagen, dass Religionsfreiheit keine Narrenfreiheit ist.“

Ähnlich deutlich wurde der langgediente Bundestagsabgeordnete auch an anderer Stelle. Bosbach zum Thema Türkei: „Es wäre kein Fehler, die EU-Beitrittsverhandlungen sofort zu beenden. Es war ein Fehler, sie überhaupt aufzunehmen.“ 

Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Landes gehe es um „Bildung, Bildung, Bildung“. Bosbachs Rezept: „Wir müssen aus Ideen Produkte machen.“ Dabei ist ihm vor der Zukunft nicht bange, denn „wir haben eine tolle junge Generation“. 

Damit auch in der Politik zukünftig funktioniert, schwor Bosbach die Anwesenden auf ein starkes Engagement auf der Zielgeraden des Wahlkampfes ein. „Lassen Sie sich nicht irre machen vom Vorsprung in den Umfragen, das wird eine ganz, ganz enge Partie.“ Zum einen, weil voraussichtlich zum ersten Mal seit 50 Jahren, sieben Parteien in den Bundestag einziehen werden, zum anderen wegen der vielen Unentschlossenen und in Deutschland traditionell knappen Ergebnisse.

Dazu gab es eine Wahlempfehlung von Wolfgang Bosbach für seine politische Weggefährtin: „Sylvia Pantel hat beweisen, dass die den geraden Weg geht und dass Vertrauen, das man ihr entgegenbringt, rechtfertigt.“